ScrapTrap - Bot- und Betriebskostenvernichter



ScrapTrap entstand aus der Praxis heraus. Nachdem im Dezember 2025 auf der Webpräsenz des Autors ein größeres Update vorgenommen wurde (eine Rechnersuite zur historischen Münzdatierung inkl. Kalenderumrechnungen und Erläuterungstexten zu japanischen, chinesischen, thailändischen, nepalesischen Münzdatierungen und Kalendersystemen mit knapp einer Million Zeichen) war in den Logs, die das Seitensystem MemexXa auf FLEDISoft.de automatisch anlegt, ein erheblicher Anwuchs der Aufrufzahlen zu erkennen; in Zeiten vermehrten Scrapertums, insbesondere für das Training von KI-Modellen, wurdee schnell deutlich, dass versucht wurde, diese neuen, mit viel Mühe erstellten Inhalte und am besten gleich noch die dazugehörigen Rechenfunktionen (die jedoch in PHP und nicht in JavaScript geschrieben wurden) ohne jede Vergütung zu stehlen und entweder zu verkaufen oder anderweitig zu nutzen.
Da dies nicht hinnehmbar war, wurde das bereits rudimentär vorhandene Schutzsystem SiteShield, das vor allem für die Eingabeformularüberwachung implementiert wurde, entsprechend erweitert, um diese plötzlich in die Höhe schnellenden Anfragen von Scraper- und KI-Bots zu unterbinden. Daraus entstand das Projekt ScrapTrap.
Dass dies dringend notwendig war zeigen die am Ende dieses Textes zu sehenden Screenshots der Server-RTraffic-Reports, die die wachsende Zahl von Zugriffen und den stark steigenden Traffic bis zur Implementierung der ersten ScrapTrap-Version im Febraur 2026 zeigen.
Entwickelt und getestet wurde ScrapTrap deswegen nicht auf der mittlerweile vorhandenen eigenen Webseite unter ScrapTrap.de, sondern auf der privaten Webseite des Entwicklers unter FLEDISoft.de, wobei dem Programm die zwanzigjährige Erfahrung des Autors im Bereich der Log-Auswertung für administrative, SEO- und programmiertechnische Zwecke für für verschiedene deutsche Firmen aus dem KMU-Bereich zugute kam.
Auf der genannten Seite FLEDISoft.de finden sich Texte zum wissenschaftlich korrekten Arbeiten, zu Pseudowissenschaften, Präparaten und alten Gegenständen mit historischem Bezug - also alles andere als Mainstream-Themen. Es handelt sich also nicht um ein stark frequentiertes Forum, einen vielfach verlinkten Blog oder einen gut besuchten Onlineshop, allesamt Webpräsenzen, die im Normalfall weit mehr Einzelseiten und damit Aufrufe aufweisen dürften, und damit auch eine sehr viel höhere Zahl echter, menschlicher Nutzer, aber eben auch maschineller Aufrufe. Diesen Unterschied explizit darzustellen ist relevant zur Einschätzung eines möglichen Einsparungspotenzials durch ein Schutzsystem wie ScrapTrap bei präsenteren Websites, was Sinn und Zweck des vorliegenden Textes ist.
Nachfolgend werden die Aufrufzahlen, der daraus resultierende Traffic sowie die sich daraus rechnerisch ergebenen KB pro Hit tabellarisch dargestellt; die Zahlen stammen aus den Server-Traffic-Reports des Hosters und können jederzeit von diesem als echt bestätigt werden:

Monat / JahrTraffic in GBHTTP HitsKB pro Hit
Dezember 20251,7514727138,9
Januar 20262,492 (+ 45,31 %)83095 (+ 75,79 %)31,5 (− 19,02 %)
Februar 20261,351 (− 21,23 %)56421 (+ 19,36 %)25,2 (− 35,22 %)
März 20260,943 (− 45,02 %)106142 (+ 124,54 %)9,3 (− 76,09 %)
April 20260,676 (− 60,58 %)83870 (+ 76,37 %)8,5 (− 78,15 %)
Mai 20260,667 (− 61,11 %)70368 (+ 48,86 %)9,97 (− 74,37 %)
Juni 20260,811 (− 52,71 %)112718 (+ 138,45 %)7,5 (− 80,72 %)


Was die Zahlen zeigen:
Es ist deutlich zu erkennen, wie sich die Zugriffswerte kontinuierlich steigern, wobei gerade im Januar 2026 auch ein erheblicher Anstieg des Traffics zu verzeichnen war. Mitt Fabraur wurde dann die Erstverson von ScrapTrap in Betrieb genommen, wobei keine weitere Maßnahme ergriffen wurde und die Seite exakt so weiterlief wie zuvor und auch kein plötzlicher Rankingverlust zu verzeichnen war. Es lässt sich deutlich erkennen, dass der Traffic dennoch und trot in der Gesamtheit stark steigenden Aufrufzahlen nachvollziehbar sank, verbunden mit einer nicht unerheblichen Änderung der Auslieferungsgröße; zugleich, am Rande bemerkt, wurde die Seite weiterhin von offiziellen SearchBots (Google, Bing) stark frequentiert (ein Live-Auswertung findet sich hier), ohne dass diese blockiert wurden.
Insbesondere interessant erscheint der Unterschied zwischen dem Februar-Peak und dem Mai-Tiefstwert: 1,825 GB Traffic. Dies entspricht einem Verhältnis von 1 : 3,74 und damit einer Lastreduktion von knapp 70 %; bezogen auf die KB pro Hit lässt sich eine etwas höhere Reduktion von 80,72 % nachweisen, trotz um 138,45 % gestiegener Aufrufzahlen.
Die nachfolgende Grafik veranschaulicht diese Trafficredukton bei gleichzeitig steigenden Zugriffszahlen, die der normalen Logki (mehr Zugriffe = mehr Traffic) deutlich widersprechen:


Diagramm Anstieg und Absenkung von Zugriffszwahlen und Serverlast

Diagramm Anstieg und Absenkung von Zugriffszwahlen und Serverlast.



Warum diese Zahlen dennoch nicht die ganze Wahrheit sind:
ScrapTrap schützt ein System, das sich am einfachsten als datenbankloses, semantisches Graphensystem beschreiben lässt (MemexXa). Dies bedeutet, dass es im Falle eines Seitenaufrufs wesentlich weniger Ressourcen und Zeit verbraucht als ein typisches CMS wie z.B. WordPress oder ein gängiges Shop-System wie Magento oder Shopware. Wie sich aus den Zahlen ergibt, lag die Anforderung pro Hit vor der Implementierung von ScrapTrap rein rechnerisch bei lediglich 38,9 KB.
WordPress oder Shopware würden hingegen – je nach Art der aufgerufenen Seite, der Anzahl der Plugins, Templates, Bilder, API-Schnittstellen etc. – mehrere hundert KB ausliefern; hinzu kommen CPU-lastige Regex-Prozesse, die Belegung von PHP-Workern, eine nicht geringe Anzahl an DB-Queries, Sessionverwaltung, CronJobs usw.

Mögliche Lasteinsparungen bei anderen Systemen:
Um hierzu valide Aussagen treffen zu können, wurde einige reale Systeme untersucht, die sich aktuell im laufenden Betrieb im Internet finden. Von diesen Systemen wurden jeweils dreißig Seiten (bzw. in einem Fall alle verfügbaren Seiten) inklusive der dort referenzierten Bilder, CSS-Dateien und Scripte heruntergeladen und aus den einzelnen Downloadwerten Durchschnittswerte einmal für den reinen HTML-Source und einmal für die zusätzlichen Dateien gebildet. Dabei handelte es sich zum einen um einen Online-Shop (Shopware 6.6) eines mittelständischen Unternehmens mit mehreren tausend Artikeln, den WordPress-Blog von Microsoft unter https://news.microsoft.com/, das Deutsche MünzenForum mit der Foren-Software XenForo und einer offensichtlich durch KI erstellten privaten Webseite im Hollywood-Hacker-Look.
(Hinweis: Sowohl der mittelständische Online-Shop wie auch die private KI-Seite wiesen einige erhebliche Sicherheitsmängel sowie jeweils einen Fall von Abmahnfähigkeit auf; deshalb werden diese hier nicht genannt, um die Betreiber sowohl vor Angriffen wie auch vor Abmahnungen zu schützen. Die im Impressum genannten Verantwortlichen wurden darüber informiert.)
Daraus ergaben sich folgende Werte:

Shopware 6.6
HTML im Schnitt: 3068,93 KB; Bilder / Zusatzdateien Schnitt: 10,58 MB

XenForo
HTML im Schnitt: 356,5 KB ; Bilder / Zusatzdateien Schnitt: 2,392 MB

WordPress (MS)
HTML im Schnitt: 170,2 KB ; Bilder / Zusatzdateien Schnitt: 17,102 MB

KI-erstellte private Website
HTML im Schnitt: 72,4 KB ; Bilder / Zusatzdateien Schnitt: 4,382 MB


Da die echten Aufrufzahlen für diese Webpräsenzen logischerweise nicht einsehbar sind, sie aber dennoch einem Vergleich zuführen zu können erscheint es sinnvoll zu sein, zunächst festzustellen, wieviel Traffic diese Systeme bei ebenfalls 112.718 Hits ausgeliefert hätten.

(Anmerkung: Es gibt Bots, die als Methode lediglich HEAD mitschicken, also keineswegs den gesamten HTML-Source aufrufen. Nach den ScrapTrap-Logs liegt die Anzahl dieser Bots jedoch bei weit unter einem Prozent. Um dies dennoch abzubilden, wurden die GB-Werte jeweils um 1 % bereinigt.)

Somit ergibt sich:

Shopware 6.6 nur HTML: 3068,93 KB x 112.718 = 345.923.651,74 KB =337.816,07 MB = 329,9 - 1 % = 326,601 GB

XenForo nur HTML: 356,5 KB x 112.718 = 40.183.967 MB = 39.242,16 = 38,32 GB - 1 % = 37,9368 GB

WordPress nur HTML: 170,2 KB x 112.718 = 19.184.603,6 MB = 18.734,96 MB = 18,3 GB - 1 % = 18,117 GB

Private KI-Seite nur HTML: 72,4 KB x 112.718 = 8.160.783,2 MB = 7.969,515 MB = 7,79 GB - 1 % = 7,7121 GB


Gerundet:

Shopware 6.6 nur HTML: 326,60 GB

XenForo nur HTML: 37,94 GB

WordPress nur HTML: 18,12 GB

Private KI-Seite nur HTML: 7,71 GB


Nach dieser Bereinigung tritt allerdings ein Zuwachs hinzu. Während praktisch alle Botarten (bis auf die herausgerechneten Head-Methoden-Bots) vorrangig den vollständigen HTML-Code generieren, gilt dies nicht für Bilder, CSS-Dateien oder eingebundene Scripte. Anders sieht dies allerdings bei sog. Headless-Chromes aus (z.B. Puppeteer oder Playwright); diese Bots simulieren meist vollständig einen menschlichen Nutzer, laden CSS und Bilder und führen JavaScript aus.
Diese Bots sind allerdings nicht nur finanziell für Botbetreiber sehr viel aufwendiger, sondern auch hinsichtlich der Konfiguration. Aus diesem Grund sind sie sehr viel seltener als normale Scraper- oder Exploit-Scripte. Anhand der ScrapTrap-Logs kann ihr Anteil aufgrund der erfolgten Sperrungen und Captcha-Verdachtsfälle momentan auf ca. zwei bis drei Prozent geschätzt werden. Diese wenn auch nur geringe Zahl würde allerdings auf allen hier als Modellberechnungsgrundlage herangezogenen Seiten auch das gesamte Datei- und Bildmaterial anfordern. Für die heruntergeladenen Seiten ergaben sich dabei folgende Durchschnittswerte:

Shopware 6.6: Bilder / Zusatzdateien Schnitt: 10,58 MB

XenForo: Bilder / Zusatzdateien Schnitt: 2,392 MB

WordPress (MS): Bilder / Zusatzdateien Schnitt: 17,102 MB*

KI-erstellte private Website: Bilder / Zusatzdateien Schnitt: 4,382 MB


(* Hinweis: Dies ist ein Blog von Microsoft. Da dieser Großkonzern bei Blog-Artikeln keinerlei Sparzwängen unterliegt und deshalb viele und große Bilder in diesen Beiträgen verwenden kann, wird der Durchschnittswert auf jenen der privaten KI-Seite angepasst, was sicherlich eher der Realität der allermeisten Blog-Betreiber entsprechen dürfte.)

Bereinigt & gerundet:

Shopware 6.6: Bilder / Zusatzdateien Schnitt: 10,58 MB

XenForo: Bilder / Zusatzdateien Schnitt: 2,39 MB

WordPress: Bilder / Zusatzdateien Schnitt: 4,38 MB

KI-erstellte private Website: Bilder / Zusatzdateien Schnitt: 4,38 MB


Unter Verwendung der unteren Schätzung von 2 % (was bei 112718 Hits einer Anzahl von 2254 entsprechen würde) würde sich eine zusätzliche Traffic-Belastung durch Headless-Chromes wie folgt ergeben:

Shopware 6.6: Zusatzbelastung durch Headless-Bots = 23,29 GB

XenForo: Zusatzbelastung durch Headless-Bots = 5,26

WordPress: Zusatzbelastung durch Headless-Bots = 9,64 GB

KI-erstellte Privatseite: Zusatzbelastung durch Headless-Bots = 9,64 GB


Insgesamt also:

Shopware 6.6: 326,60 GB + 23,29 GB = 349,89 GB

XenForo: 37,94 GB + 5,26 GB = 43,2 GB

WordPress (MS): 18,12 GB + 9,64 GB = 27,76 GB

KI-erstellte private Website: 7,71 GB + 9,64 GB = 17,35 GB


Nicht berücksichtigt wurde Traffic durch downloadbare Dateien wie Produkt-PDFs, Anleitungen etc. Diese sind auch nicht immer auf jeder Webpräsenz vorhanden, so dass diese sowohl untereinander wie auch mit ScrapTrap, das ein Download-Management-Modul enthält und den Dateiaufruf nur verifizierten Nutzern und GoodBots erlaubt, schlecht vergleichbar sind.

Wie sich aus den Server-Traffic-Reports ergibt ist ScrapTrap in der Lage, diese Serverbelastung (Traffic) im best case um bis zu 70 % zu senken, im schlechtesten Fall um bis zu 30 % (dieser niedrige Wert wurde in der Realität niemals gemessen und käme nur durch eine Reihe eher unwahrscheinlicher Annahmen zustande). Daraus ergibt sich die Frage, welche GB-Werte die o.g. Systeme bei einer Implemetierung von ScrapTrap aufweisen würden. Rein auf den Traffic bezogen würde dies folgenden Werten entsprechen, wobei auch der Strompreis sowie die durch den Stromverbrauch entstehende CO2-Belastung (nach Angaben des Bundesumweltamts im Strommix) wurde; angemerkt werden muss dazu, dass zur Ermittelung des Strompreises der aktuelle Industriestrompreis von ca. 25 Cent zugrunde gelegt wurde - Hoster verhandeln jedoch als Großkunden im Normalfall mit den Energieanbietern nach, so dass sich hier real ein anderer Wert ergeben könnte. Die Angaben zum Stromverbrauch richten sich dabei nach den Ergebnissen von Hintemann & Hinterholzer (2020: 5 f)1 und basiert auf zwei Werten: Dem im Rechenzenrum anfallenden Stromverbrauch von 0,0321 kWh/GB und dem Stromverbrauch, der zum Transport der Daten anfällt und von den Autoren mit 0,075 kWh/GB im Festnetz und 1,07 kWh/GB im Mobilfunknetz angegeben wird2.
Hierzu ist folgendes anzumerken: Anhand der von Scrap-Trap erstelten Logdaten ist nachweisbar, dass über 90 % der Aufrufe des geschützten Seitensystems von Bots stammen3. Es gibt zwar einen geringen Anteil von getarnten Scraper-Bots, die auch sog. Residential-IPs aus dem Mobilfunk nutzen (also IPs, die echten Nutzern gehören), doch kan dieser aufgrund der kleinen Zahl hier vernachlässigt werden. Dies bedeutet, dass der absolute Großteil der Aufrufe über Festnetzleitungen erfolgte. Bei der Zahl der durch ScrapTrap verifizierten Nutzer zeigt sich allerdings, dass Mobilgeräte lediglich mit 13,74 % vertreten waren - gleichwohl nach verschiedenen Quellen die Internetnutzung durch Menschen (nicht Bots) mittels Mobilgeräten mittlerweile bei über 55 % liegen soll. Problematisch an dieser Zahl ist allerdings erstens, dass die Messmethoden nicht immer nachvollziehbar sind und nicht zwischen den verschiedenen Nutzungsarten bzw. Nutzungsziele differenzieren. Die oben zur Modellbildung herangezogenen Webpräsenzen z.B. sind - anders als Social Media Plattformen - technisch weniger für die Verwendung mit Mobilgeräten geeignet oder gedacht. Der Shopware-Online-Shop z.B. richtet sich hauptsächlich an Haus- und Grundstücksbesitzer sowie an Firmen, also ein Personenkreis, der eher weniger genegt sein dürfte, Spontankäufe über drei- bis höhere vierstellige Beträge über das Handy auszuführen; diese Kundengruppe liest für gewöhnlich genau die technischen Spezifikationen, lädt Poduktblätter zur späteren Verwendung herunter usw. Auch das Forum ist allein schon aufgrund seiner technischen Struktur weniger für die Verwendung mit Mobilgeräten geeignet, zudem auch die spezielle Zielguppe als eher konservativ eingeschätzt werden könnte. Auch das Lesen langer Blogartikel am Handy kann fraglich sein, zumindest ein Tablet wäre dazu besser geeignet - inwiefern sich echtes Nutzerverhalten daran orientiert ist rein spekulativ. Und private Webseiten werden per Mobilgerät wahrscheinlich nur durch den Betreiber selbst aufgerufen.
Um dies bei der Zuordnung der Stromkosten wenigstens teilweise in Anschlag zu bringen soll von folgenden Annahmen ausgegangen werden:

Ausgehend von diesen Vorüberlegungen würden sich für die Modellrechnungswebpräsenzen bei einer Implementierung von ScrapTrap folgende Werte ergeben:


System: Ohne Schutz ST 70% Wirk.grad ST 60% Wirk.grad ST 50% Wirk.grad ST 40% Wirk.grad ST 30% Wirk.grad
Shopware 6.6: 349,89 GB
89,69 kWh
22,42 €
30,85 kg CO2
104,97 GB
26,91 kWh
6,73 €
9,26 kg CO24

Einsparung:
− 244,92 GB
− 62,79 kWh
− 15,70 € ges. Str.5
− 1,97 € RZ-Str.*
− 21,60 kg CO2
139,96 GB
35,88 kWh
8,97 €
12,34 kg CO2

Einsparung:
− 209,93 GB
− 53,81 kWh
− 13,45 € ges. Str.
− 1,68 € RZ-Str.*
− 18,51 kg CO2
174,95 GB
44,85 kWh
11,21 €
15,43 kg CO2

Einsparung:
− 174,95 GB
− 44,85 kWh
− 11,21 € ges. Str.
− 1,40 € RZ-Str.*
− 15,43 kg CO2
209,93 GB
53,82 kWh
13,46 €
18,51 kg CO2

Einsparung:
− 139,96 GB
− 35,87 kWh
− 8,97 € ges. Str.
− 1,12 € RZ-Str.*
− 12,34 kg CO2
244,92 GB
62,79 kWh
15,70 €
21,60 kg CO2

Einsparung:
− 104,97 GB
− 26,90 kWh
− 6,73 € ges. Str.
− 0,84 € RZ-Str.*
− 9,26 kg CO2
XenForo: 43,20 GB
11,07 kWh
2,77 €
3,81 kg CO2
12,96 GB
3,32 kWh
0,83 €
1,14 kg CO2

Einsparung:
− 30,24 GB
− 7,75 kWh
− 1,94 € ges. Str.
− 0,24 € RZ-Str.*
− 2,67 kg CO2
17,28 GB
4,43 kWh
1,11 €
1,52 kg CO2

Einsparung:
− 25,92 GB
− 6,64 kWh
− 1,66 € ges. Str.
− 0,21 € RZ-Str.*
− 2,29 kg CO2
21,60 GB
5,54 kWh
1,38 €
1,90 kg CO2

Einsparung:
− 21,60 GB
− 5,54 kWh
− 1,38 € ges. Str.
− 0,17 € RZ-Str.*
− 1,90 kg CO2
25,92 GB
6,64 kWh
1,66 €
2,29 kg CO2

Einsparung:
− 17,28 GB
− 5,29 kWh
− 1,32 € ges. Str.
− 0,14 € RZ-Str.*
− 1,52 kg CO2
30,24 GB
7,75 kWh
1,94 €
2,67 kg CO2

Einsparung:
− 12,96 GB
− 3,97 kWh
− 0,99 € ges. Str.
− 0,10 € RZ-Str.*
− 1,14 kg CO2
WordPress: 27,76 GB
7,12 kWh
1,78 €
2,45 kg CO2
8,33 GB
2,14 kWh
0,53 €
0,73 kg CO2

Einsparung:
− 19,43 GB
− 4,98 kWh
− 1,25 € ges. Str.
− 0,16 € RZ-Str.*
− 1,71 kg CO2
11,10 GB
2,85 kWh
0,71 €
0,98 kg CO2

Einsparung:
− 16,66 GB
− 4,27 kWh
− 1,07 € ges. Str.
− 0,13 € RZ-Str.*
− 1,47 kg CO2
13,88 GB
3,56 kWh
0,89 €
1,22 kg CO2

Einsparung:
− 13,88 GB
− 3,56 kWh
− 0,89 € ges. Str.
− 0,11 € RZ-Str.*
− 1,22 kg CO2
16,66 GB
4,27 kWh
1,07 €
1,47 kg CO2

Einsparung:
− 11,10 GB
− 2,85 kWh
− 0,71 € ges. Str.
− 0,09 € RZ-Str.*
− 0,98 kg CO2
19,43 GB
4,98 kWh
1,25 €
1,71 kg CO2

Einsparung:
− 8,33 GB
− 2,14 kWh
− 0,53 € ges. Str.
− 0,07 € RZ-Str.*
− 0,73 kg CO2
Private KI-Website: 17,35 GB
4,45 kWh
1,11 €
1,53 kg CO2
5,21 GB
1,33 kWh
0,33 €
0,46 kg CO2

Einsparung:
− 12,15 GB
− 3,11 kWh
− 0,78 € ges. Str.
− 0,10 € RZ-Str.*
− 1,07 kg CO2
6,94 GB
1,78 kWh
0,44 €
0,61 kg CO2

Einsparung:
− 10,41 GB
− 2,67 kWh
− 0,67 € ges. Str.
− 0,08 € RZ-Str.*
− 0,92 kg CO2
8,68 GB
2,22 kWh
0,56 €
0,76 kg CO2

Einsparung:
− 8,68 GB
− 2,22 kWh
− 0,56 € ges. Str.
− 0,07 € RZ-Str.*
− 0,76 kg CO2
10,41 GB
2,67 kWh
0,67 €
0,92 kg CO2

Einsparung:
− 6,94 GB
− 1,78 kWh
− 0,44 € ges. Str.
− 0,06 € RZ-Str.*
− 0,61 kg CO2
12,15 GB
3,11 kWh
0,78 €
1,07 kg CO2

Einsparung:
− 5,21 GB
− 1,33 kWh
− 0,33 € ges. Str.
− 0,04 € RZ-Str.*
− 0,46 kg CO2

* Reine Rechenzentrums-Stromkosten (0,0321 kWh/GB) ohne Transport-Netzstrom.



Wie zu sehen sind hier mit vorgeschalteten Programmen wie ScrapTrap erhebliche Einsparungen erzielbar, selbst dann, wenn sie nicht ihren vollen Wirkungsgrad (z.B. durch "mildere" Einstellungen) entfalten können.

Neben dem eigentlichen Schutz der Inhalte und der Ressourcen fĂĽr echte Nutzer/Kunden ist dabei aus Sicht der Green IT insbesondere die Stromkostenersparnis relevant.
Denn die physikalische Realität ist einfach zu verstehen: Mehr Sperrungen unzulässiger Aufrufe bei gleichbleibenden Rahmenbedingungen = weniger Arbeit = weniger benötigte Energie.
Dies entspricht laut dem CO2-Rechner unter quarks.de ca.

Einsparungen Shopware-Shop
70% - 110 Km Autofahrt (Benziner bei 6,6 Liter Verbrauch, nur Fahrer)
60% - 95 Km Autofahrt (Benziner bei 6,6 Liter Verbrauch, nur Fahrer)
50% - 80 Km Autofahrt (Benziner bei 6,6 Liter Verbrauch, nur Fahrer)
40% - 64 Km Autofahrt (Benziner bei 6,6 Liter Verbrauch, nur Fahrer)
30% - 48 Km Autofahrt (Benziner bei 6,6 Liter Verbrauch, nur Fahrer)

XenForo
70% - 30 Km Autofahrt (E-Auto, nur Fahrer)
60% - 25 Km Autofahrt (E-Auto, nur Fahrer)
50% - 21 Km Autofahrt (E-Auto, nur Fahrer)
40% - 17 Km Autofahrt (E-Auto, nur Fahrer)
30% - 13 Km Autofahrt (E-Auto, nur Fahrer)

WordPress
70% - 25 Km Ă–PNV
60% - 23 Km Ă–PNV
50% - 18 Km Ă–PNV
40% - 15 Km Ă–PNV
30% - 12 Km Ă–PNV

KI-Seite
70% - 250 Km E-Bike
60% - 220 Km E-Bike
50% - 175 Km E-Bike
40% - 150 Km E-Bike
30% - 105 Km E-Bike


Hinzu kommen indirekte Einsparungen, die mit dem (nicht mehr stattfindenden) Transport der Daten zur anfragenden Stelle und den dortigen Speichervorgängen zusammenhängen und sich kaum seriös beziffern lassen.
Doch selbst wenn andere Werte zugrunde gelegt werden (z.B. für optimierte Hyperscaler) oder bei anderer Berechnungsgrundlage, bei der am Ende nur 10 Km Autofahrt eingespart würde, wäre dies dennoch ein geleisteter Beitrag, der sich schlicht aus den physikalischen Gegebenheiten ableitet.
Green IT kann also nicht nur ein nettes Buzzword sein, sondern eine tatsächliche Maßnahme, die jeder durchführen kann, der möchte – souverän und messbar.


Warum auch dies immer noch nicht die Wahrheit ist - versteckte Kosten:
Neben den reinen Stromkosten wird auf Hoster-Seite ein noch sehr viel größerer Spareffekt erzielt, der sich direkt aus dem verminderten Traffic ergibt und sich insbesondere auf Hardware- und Supportkosten bezieht (nachfolgend werden plausible Schätzwerte genannte, da naturgemäß die Hardwarekonstellation erheblich schwanken kann; es handelt sich also um eine reine Beispielrechnung).

1. CPU & RAM als unsichtbaren Stromfresser:
Jeder Aufruf durch einen Bot, der Shopware 6.6 bis zum 'bootstrap.php' durchläuft, könnte ca. 80 – 150 ms CPU-Last erzeugen sowie 60 – 90 MB RAM-Peak durch PHP-FPM, Redis, MySQL und Elasticsearch.
Bei 1.690.770 Hits / Monat ergibt dies:
Legt man einen Bot-Anteil von 70% zugrunde, ergeben sich bei 1.690.770 Gesamtaufrufen pro Monat 1.183.539 rein maschinell verursachte Anfragen. Bei durchschnittlich 0,1 s CPU-Zeit pro Request – Datenbank-Query, PHP-Rendering, Session-Handling – entspricht dies 118.354 CPU-Sekunden = 32,9 CPU-Stunden pro Monat, die ausschließlich für maschinelle Zugriffe realisiert werden müssen. Bei 100 Servern entspricht dies 3.290 CPU-Stunden / Monat = 1,1 CPU-Kerne die durchgängi arbeiten müsse, da Bots keinerlei Pausenzeiten einlegen und die ScrapTrap-Auswertungen eine weitesgehende Gleichverteilung der Zugriffe belegen.
Auf einem 32-Core-Server entsprechen diese Werte 1,47 Kernen, die 24/7 nur Müll verarbeiten. Taktbereinigt bei 2,4 GHz und 0,65 W/MHz: ~73 kWh / Monat zusätzlich; dies ist in der vorhergehenden GB-Rechnung noch nicht enthalten. Denn 0,25635 kWh/GB bilden ediglich den Transport sowie das Storage ab, nicht jedoch die Applikationslogik.

2. KĂĽhlung als Multiplikator:
Es erscheint plausibel, dass Rechenzentren mit PUE 1,4 – 1,6 rechnen. Dabei erzeugt angenommenerweise jede Kilowattstunde, die der Server verbraucht, 0,4 – 0,6 kWh für Kühlung, USV-Verluste, Netzteil-Ineffizienz. Die 336,35 € Stromkosten aus der Tabelle könnten deshalb real 470 – 538 € Gesamtkosten für den Hoster bedeuten. Programme wie ScrapTrap sparen also im besten Falle bei 70 % Wirkungsgrad nicht 235 €, sondern 329 – 376 € / Monat pro Shop.

3. Hardware-VerschleiĂź & Abschreibung:
5,25 TB / Monat Bot-Traffic = 63 TB / Jahr Schreibvorgänge. Enterprise-NVMe mit 1 DWPD bei 1,92 TB hält 700 TBW. Ergibt eine Lebensdauer von elf Jahren, auch wenn realistischerweise wohl schon nach fünf Jahren ein Austausch stattfinden dürfte. Ohne all diese Botaufrufe ließe sich deutlich nach hinten verschieben. Bei 400 € für eine SSD und 24 Slots pro Server ergeben sich 9.600 € Hardwarekosten, die sich doppelt so schnell amortisiert. Umgelegt: 80 € / Monat Abschreibung, die derlei Programme verhindern könnten.

4. Noisy-Neighbor und Ăśberbuchung:
47 CPU-Stunden Bot-Last entsprechen 6,3% eines 32-Core-Servers. Im Shared Hosting (je nach Anbieter) werden Server nicht selten mit 1 : 200 überbucht. 6,3% Bot-Last ensprechen dabei ca. 12 – 13 Kunden, die so nicht mehr untergebracht werden können, weil die Kerne mit Scrapern belegt sind. Bei 10 € / Monat / Kunde bedeutet dies 120 – 130 € ro Monat entgangener Umsatz oder Überlast, durch bessere Auslastung verhinderbare Account-Kündgungen nicht eingerechnet. Bot-Blocking bedeutet in diesem Fall eben jenen benötigten Platz zu schaffen.

5. Support und Ops (Personalkostenaspekt):
Es darf wohl angenommen werden, dass sich ein großer Teil der Suppprt-Anfragen oder Beschwerden auf (zu) langsame Seiten beziehen dürften. Und ebenfalls darf berechtigt angenommen werden, dass die Ursache hierfür häufig in Bot-Peaks oder einer Bot-Dauerbelastung zu suchen ist. Supposrt-Ticket schalgen laut BITKOM mit 8 – 15 € im First Level zu Buche. Bei 1.000 Kunden und geschätzen 2 % Kundenbeschwerden bedeutet dies 20 Tickets × 10 € = 200 € / Monat. Als nicht wirklich in Wert bezifferbar treten Eskalationen hinzu, nächtlicheMonitoring-Alarme oder Notfall-Reboots. Programme wie ScrapTrap könnten zur Eliminierung der Ursachen beitragen. Konservativ geschätzt könnten sich so ca. 300 € pro Monat Ops-Kosten vermeiden lassen.


Skalierungseffekte:
In den obigen Beispielen wurde von einer maximalen Zugriffszahl von 112.718 ausgegangen, weil dies einen echten, gemessenen Wert darstellt. Dieser stammt allerdings, wie eingangs erwähnt, von einer kleineren Nischenseite mit knapp über 200 Kategorien. Der untersuchte mittelständische Shopware-Online-Shop hingegen führt über 2000 Artikel, die jeweils auch auf einer Einzelseite darstellbar sind; hinzu treten die Kategorieseiten, Informationsseiten etc. Insbesondere die Einbindung von Cross-Selling-Plugins, Variantenauswahl, Produktkombinationsfunktionen usw. erhöhen die Linkzahl in ihrer Kombination noch einmal drastisch. Beherrscht ein solches Shop-System wie das von ScrapTrap geschützte MemexXa-System zudem noch die stateless Multimenü-Verwaltung, so kann sogar durch die Kombination von gleichzeitig geöffneten Menüs von einem exponentiellen Linkzuwachs gesprochen werden.
Aufgrund dieser Überlegungen erscheint es deshalb sinnvoll zu sein, die tatsächlichen Aufrufzahlen eines solchen (lediglich durch ein im HTML-Quellcode nachweisbares, javascriptbasiertes und damit nutzloses Friendly Captcha "geschützen") Shops mindestens um das Zehnfache und durch die angesprochenen Cross-Selling-Funktionen etc. noch einmal um den Faktor 1,5 zu erhöhen, was dann wahrscheinlich realistischeren 1.690.770 Aufrufen pro Monat entspricht. Legt man diese eher konservative Zahl zugrunde, zeigen sich die Verbrauchs- und Einsparungseffekte noch sehr viel deutlicher:


System: Ohne Schutz ST 70% Wirk.grad ST 60% Wirk.grad ST 50% Wirk.grad ST 40% Wirk.grad ST 30% Wirk.grad
Shopware 6.6: 5.248,35 GB
1.345,41 kWh
336,35 €
462,82 kg CO2
1.574,51 GB
403,62 kWh
100,91 €
138,85 kg CO2

Einsparung:
− 3.673,85 GB
− 941,79 kWh
− 235,45 € ges. Str.
− 29,48 € RZ-Str.*
− 323,98 kg CO2
2.099,34 GB
538,16 kWh
134,54 €
185,13 kg CO2

Einsparung:
− 3.149,01 GB
− 807,25 kWh
− 201,81 € ges. Str.
− 25,27 € RZ-Str.*
− 277,69 kg CO2
2.624,18 GB
672,71 kWh
168,18 €
231,41 kg CO2

Einsparung:
− 2.624,18 GB
− 672,71 kWh
− 168,18 € ges. Str.
− 21,06 € RZ-Str.*
− 231,41 kg CO2
3.149,01 GB
807,25 kWh
201,81 €
277,69 kg CO2

Einsparung:
− 2.099,34 GB
− 538,16 kWh
− 134,54 € ges. Str.
− 16,85 € RZ-Str.*
− 185,13 kg CO2
3.673,85 GB
941,79 kWh
235,45 €
323,98 kg CO2

Einsparung:
− 1.574,51 GB
− 403,62 kWh
− 100,91 € ges. Str.
− 12,64 € RZ-Str.*
− 138,85 kg CO2

* Reine Rechenzentrums-Stromkosten (0,0321 kWh/GB) ohne Transport-Netzstrom.



Wie zu sehen, würde der Traffic hier im Monat bei riesigen 5,13 TiB liegen und Stromkosten von 336,35 € verursachen - davon 42,12 € vom Hoster zu tragen - und im Jahr gar bei 61,56 TiB = 4.036,2 € Stromkosten, Hoster-Anteil: 505,44 €. CO2-Aufwand dabei: 5.553,84 Kilogramm! Dies entspricht damit in etwa einem Linienflug nach Australien.
Dies ist sowohl aus ökonomischer wie auch aus ökologischer Sicht ein wenig wünschenswertes Ergebnis.
Für Hoster ergeben sich dadurch aber noch ganz andere Probleme vor allem betriebswirtschaftlicher Art bei der Kalkulationsbasis. Zunehmender Botverkehr erschwert z.B. Mischkalkulationen, wie sie bisher üblich waren, ganz erheblich, da die Quersubventionierung von aufrufstarken Webpräsenzen, selbst wenn sie auf den teuren Managed-Servern in der Preisklasse von 300 bis 500 Euro / Monat mit Traffic-Flat laufen, nicht mehr funktioniert, wenn auch die kleineren, bisher aufrufschwachen Domains durch die Botstürme ihren Traffic verdrei- oder vervierfachen.
Überfallartige Bot-Peaks führen zudem bei Volumenüberschreitungen zu unvorhersehbaren Peering-Kosten bei den Carriern. Eingesparte Stromkosten könnten hier als zweckgebundene Rücklage für eben solche Fälle dienen.
Hinzu kommt die schiere Anzahl an Domains. Die o.g. Kosten und Emissionen beziehen sich lediglich auf eine einzige Webpräsenz.
Auch wenn im Shared Hosting die Anzahl der Kunden pro Server extrem schwanken kann (zwischen 50 und 2000), dürften sich in jedem Fall deutliche Einsparungen beim Stromverbrauch im Hosting-Bereich erzielen lassen. Selbst wenn nur sehr konservativ 100 Kunden pro Server und ein durchschnittliches Traffic-Volumen von 10 GB angenommen wird, ergäbe dies pro Server 1000 GB / Monat, was einem Gesamtstrompreis von 256,35 € (Hoster-Anteil: 32,1 €) entspräche. Und dies, wohlgemerkt, nur bei einem Server.
Ein mittlerer Hoster wie z.B. all-inkl kann allerdings auch bis zu 15000 Server betreiben, was dann 1,5 Millionen Kundenaccounts entsprechen würde. Ob all-inkl tatsächlich ein so hohes Kundenaufkommen hat, kann fraglich sein, doch selbst wenn es nur 100.000 Accounts wären und nur 10 % von diesen, also 10.000 Accounts, diesen Traffic aufweisen würden, entspräche dies Stromkosten von 640,88 € pro Monat (Hoster-Anteil: 80,25 €) und 7.690,50 € pro Jahr (Hoster-Anteil: 963,00 €). Bei Einsatz eines Programms wie ScrapTrap ließen sich diese Beträge im worst case (30 % Lastminderung) auf 5.383,35 € bzw. 674,10 € (Hoster) senken und im best case (70 % Lastminderung) auf 2.307,15 € bzw. 288,90 € / Jahr (auch wenn realistischerweise zu vermuten ist, dass Großkunden wie Rechenzentren noch einmal massiv mit den Energieanbietern hinsichtlich des Preises nachverhandeln; da hierzu jedoch keine Interna vorliegen, soll dies lediglich angemerkt werden. Ebenfalls können mögliche Mischkalkulationen nicht berücksichtigt werden). Die wahren Verhältnisse dürften jedoch weit darüber liegen, wobei die o.g. Einsparungen auf Hardwareseite hinzukämen.

Hinzu treten allerdings noch weitere Effekte:

Dies bedeutet, dass Hoster hier die Möglichkeit haben, ihre Gewinnstrategie vom reinen Preiswettbewerb hin zur Betriebskostensenkung zu verlagern. Gleichzeitig geben sie dem Kunden das Gefühl, sich tatsächlich um dessen Sicherheit und die Sicherung seiner Geschäftsaktivitäten zu kümmern – und können Nachhaltigkeit belegbar vorweisen, statt sie nur als Marketing-Buzzword zu nutzen.

Weiterhin können Hoster, Agenturen oder Systemhäuser Programme wie ScrapTrap als Managed-Service für einen geringen monatlichen Betrag mit anbieten. Insbesondere wenn diese Logfunktionen enthalten, die Bot-Aufrufe so darstellen, wie Kunden sie – mit oder ohne Analytics-Dienste – im Normalfall nicht zu sehen bekommen. Das schärft das Problembewusstsein und ermöglicht erstmals valide Antworten auf Fragen, die bisher im Dunkeln blieben: Bringt die teure SEO-Kampagne tatsächlich mehr echte Interessenten oder nur mehr Scraper? Hat Google die neuen Angebote indexiert oder saugt ein Konkurrent die Preise ab? Wie viele, sonst unbemerkt gebliebene Angriffe fanden statt und wo muss sicherheitstechnisch nachgeschärft werden?
Jeder Shop-Betreiber, der wegbrechende Conversion-Rates wegen einer langsamen Seite befürchtet oder bereits die unangenehme Erfahrung einer gehackten Kunden-Datenbank inklusive DSGVO-Ärger gemacht hat, jeder Forenbetreiber, der Sicherheitslücken und Datenverlust fürchtet, und jeder Seitenbetreiber, der einen kleinen Beitrag zum Umweltschutz bei gleichzeitiger exorbitanter Sicherheitserhöhung und Kontrollerlangung über die eigenen Daten leisten möchte, ist ein potenzieller Kunde.

Darüber hinaus ist Bot-Blocking auch ein (kleines) volkswirtschaftliches Mittel, denn der absolute Großteil aller Botnetzerke kommt weder aus Deutschland noch aus Europa. Der mittlerweile exorbitant angestiegene Maschinen-Traffic verursacht hohe Stromkosten außerhalb der Herkunftsländer und blockiert Bandbreite, die bei den Zielländern wieder durch teure Netzausbauten kompensiert werden müssen, von den Schäden, die durch ausgefallene weil überlastete Server, gehackten Shop-Datenbanken etc. entstehen, ganz zu schweigen - Schäden in Milliardenhöhe, die sowohl die Hoster, ihre Mitarbeiter, die Online-Shop-Betreiber und jeder Webmaster mitbezahlen, da diese Zusatzausgaben weder dem Gesundheits-, noch dem Bildungssystem, dem Infrastrukturerhalt etc. zur Verfügung stehen und letztendlich zu weiteren volkswirtschaftlichen Schäden durch weitere Steuern, ausbleibender Entlastung für Arbeitnehmer und Familien oder hohen Belastungen nachfolgender Generationen führen.
Der Einsatz von Programmen wie ScrapTrap ist also eine echte Win-Win-Situation - selbst dann, wenn wesentlich ungĂĽnstigere Werte angenommen werden, da sich eine Einsparung zwingend aufgrund der physikalischen Logik ergeben muss.



1 Hintemann, R. & Hinterholzer, S. (2020): Videostreaming: Energiebedarf und CO2-Emissionen. Hintergrundpapier. Unter: https://www.borderstep.de/wp-content/uploads/2020/06/Videostreaming_2020.pdf, 02.07.2026.
2 Neben diesen Werten ließe sich der Stromverbrauch auch nach dem IEA-Modell (0,006 kWh/GB) berechnen - diese Zahl lässt sich jedoch nur rechnerisch unter Laborbedingungen erreichen und bildet die Realität nur äußerst bedingt ab, da sie "die letzte Meile", Unterseekabel, ältere Routinggeräte etc., die den Wert in der technischen Realität extrem verändern können, völlig unberücksichtigt lässt. Um eine größere Realitätsnähe zu gewährleisten, wurde deshalb den Ergebnissen von Hintemann & Hinterholzer der Vorzug gegeben.
3 Vgl. https://fledisoft.de/sys/system/index.php?verz=scraper.bots._scraptrap.30.tage.log.auswertung&verz_2=&verz_3=&men=1
4 Angesetzt werden 344 g CO2 pro Kilowattstunde (Strommix des Umweltbundesamtes).
5 1 GB im RZ = 0,0321 kWh | 1 GB Stromkosten Transport = 85% zu 0,075 kWh und 15 % zu 1,07 kWh = 0,22425 kWh im Transportwegmix Festnetz / Mobil; zusammen mit dem RZ-Strom: 0,25635.







Dezember 2025: 1,751 GB HTTP-Traffic bei 47271 HTTP Hits | 38,9 KB / Hi

Dezember 2025: 1,751 GB HTTP-Traffic bei 47271 HTTP Hits | 38,9 KB / Hit

Januar 2026: 2,492 GB HTTP-Traffic bei 83095 HTTP Hits | + 45,31 % | + 75,79 % | 31,5 KB / Hit


Januar 2026: 2,492 GB HTTP-Traffic bei 83095 HTTP Hits | + 45,31 % | + 75,79 % | 31,5 KB / Hit

Februar 2026: 1,351 GB HTTP-Traffic bei 56421 HTTP Hits | - 21,23 % | + 19,36 % | 25,2 KB / Hit


Februar 2026: 1,351 GB HTTP-Traffic bei 56421 HTTP Hits | - 21,23 % | + 19,36 % | 25,2 KB / Hit

März 2026: 0,943 GB HTTP-Traffic bei 106142 HTTP Hits | - 45,02 % | + 124,54 % | 9,3 KB / Hit


März 2026: 0,943 GB HTTP-Traffic bei 106142 HTTP Hits | - 45,02 % | + 124,54 % | 9,3 KB / Hit

April 2026: 0,676 GB HTTP-Traffic bei 83870 HTTP Hits |- 60,58 % | + 76,37 % | 8,5 KB Hit


April 2026: 0,676 GB HTTP-Traffic bei 83870 HTTP Hits |- 60,58 % | + 76,37 % | 8,5 KB Hit

Mai 2026: 0,667 GB HTTP-Traffic bei 70368 HTTP Hits | - 61,11 % | + 48,86 % | 9,97 KB / Hit


Mai 2026: 0,667 GB HTTP-Traffic bei 70368 HTTP Hits | - 61,11 % | + 48,86 % | 9,97 KB / Hit

Juni 2026: 0,811 GB HTTP-Traffic bei 112718 HTTP Hits - 52,71 % | + 138,45 % | 7,5 KB / Hit


Juni 2026: 0,811 GB HTTP-Traffic bei 112718 HTTP Hits - 52,71 % | + 138,45 % | 7,5 KB / Hit